bat-studiotheater Hochschule für Schauspielkunst Berlin Ernst Busch
 
bat-studiotheater der hochschule für schauspielkunst berlin ernst busch
ANGRIFFE AUF ANNE
-ATTEMPTS ON HER LIFE-
von Martin Crimp
Deutsch von Falk Richter

Darsteller
Meri Koivisto – Finnland, Maud Piquion – Frankreich,
Iringò Rèti – Ungarn, Gerolamo Fancellu – Italien,
Alexander Wilß – Deutschland

Regie
Gergana Dimitrova – Bulgarien (4. Studienjahr Schauspielregie)

Regieassistenz
Anna-Lena Delekat – Deutschland

Sprachhilfe und Dramaturgische Mitarbeit
Christina Laabs --- Deutschland

Musik, Live-Improvisation
Kaori Mitsushima --- Japan

Bühnenbild und Kostüme
Florent Martin – Frankreich
Susanne Jakob, Mitarbeit

Mentorin
Rosee Riggs

Aufführungsrechte beim Rowohlt Verlag.
Aufführungsdauer ca. 1 h 30 min. Keine Pause.

Dank an:
Agnes Kuthy – Ungarn für die fachliche Unterstützung bei Objektspiel, Animation, Schattenspiel und Licht

Alida Szabò und Klara Molnar für die Unterstützung bei der Vorbereitung der Fotomaterialien und der Dokumentation des Projektes

Irina Sabotinova für die Unterstützung bei der Organisation und Kommunikation

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Fotos: Florent Martin

Martin Crimp, Autor

Martin Crimp, geboren 1956 in Dartford/Kent, studierte in Cambridge englische Literatur. Stücke: Living Remains (1982), Four Attempted Acts (1984), Definitely the Bahamas (1987), Dealing With Clair (1988), Play With Repeats (1989), No One Sees the Video (1990), Das stille Kind / Getting Attention (1991), Der Dreh / The Treatment (1993) * John Whiting - Dramatikerpreis, Angriffe auf Anne / Attempts On Her Life (1997), Auf dem Land / The Country (1997), außerdem mehrere Bearbeitungen, darunter Le Misanthrope nach Molière, Roberto Zucco nach Bernard-Marie Koltès, Die Stühle nach Eugène Ionesco, Cruel and Tender nach „Die Trachinierinnen“ von Sophokles u. a.

Attempts On Her Life

Zur Inszenierung: „Das klassische europäische Drama gleicht einem Zug, der auf einer Schiene rast und sich einem Abgrund nähert. Das Individuum hat die Möglichkeit, sich zu ent-scheiden. Notbremse, Springen, Aussteigen, oder er setzt die Reise Richtung Abgrund fort.
Bei Tschechow gibt es einen Zug, aber keine Schiene. Das Individuum hat keine Ent-scheidungsmöglichkeiten.
In Angriffe auf Anne (Attempts On her Life) gibt es keine Schiene, keinen Zug und nicht einmal ein Individuum. Dann kommt die Metaphrase mit Schatten, Licht, mit Objekten, Farben, Fotos, Sand, Tränen, Grenzsignalen, Bomben usw., und langsam setzt sich ein Bild Annes zusammen, die es nicht gibt.“
Agnes Kuthy


Gergana Dimitrova,
Regie

(4. Studienjahr Schauspielregie)

Gergana Dimitrova ist am 8. November 1975 in Burgas, Bulgarien geboren. Von 1994 bis 1999 hat sie ihr Studium der Kulturwissenschaften an der Universität „Sv. Kl. Ohridski“ Sofia absolviert. Von 1998 bis 2002 studierte sie Theaterregie an der Nationalakademie für Theater und Film „Krastjo Sarafov“ Sofia und später, seit 2002, Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.
2003: Nominierung für das beste Musikvideo des Jahres von MM-Musik TV für das Video der Gruppe Gravity.Co „Mr. No One“

Gergana Dimitrova über die Inszenierung:
„Die Form der Inszenierung ist eine Grenzform zwischen Theater, Konzert und Performance. Es wird live Musik produziert, es werden live Projektionen geschaffen. Die Szenen sind wie die Lieder in einem Soundtrack, die einem bestimmten Moment des Filmes entsprechen, aber selbstständig keine kausale Erzählung wiedergeben. Deshalb nenne ich die Inszenierung einen Soundtrack von einem Film, den wir nicht sehen.“

Die Musik
Nick Currie – Momus Schottland
Komposition, Live

Nick Currie ist 1960 in Paisley, Schottland, geboren, studierte Literatur an der Universität Aberdeen. Seine musikalische Karriere fing 1981 mit der Gründung der Pop-Band The Happy Family an. 1986 agierte er zum ersten mal unter dem Namen Momus, mit dem er heutzutage bekannt ist. Seit 1987 folgten viele Tourneen (Deutschland, Spanien, Japan, Skandinavien, USA, Großbritannien), Projekte, Alben („The Poison Boyfriend“ 1987, „Tender Pervert“ 1988, „Hyppopotamonus“ 1991, „The Ultraconformist“ und „Voyager“ 1992, „The Philosophy of Momus“ 1995, „Folktronic“ 2001, „Milky“ 2002) und literarische Experimente. Im Moment arbeitet er an fünfzehn neuen Kompositionen, die Anfang 2005 erscheinen werden.