- D O P P E L P R E M I E R E -
SA 31. März. 2007, 19 Uhr
DER
AUFTRAG + WARUM DER DÄNISCHE STUDENT KEINEN WODKA VON
VÄTERCHEN STALIN BEKAM
DER
AUFTRAG Heiner Müller
Regie: Johannes Schmit
Bühne: Halina Kratochwil
Kostüm/Bühnenbildassistenz: Marie Gerstenberger
Dramaturgie: Joy Harder
Es spielen Stefanie Julia Möller, Xenia Noetzelmann, Manolo Bertling,
Hannes Florstedt, Bastian Klang, Marco Matthes (als Gast), Stefan Stern.
Müller±Wir
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Siebzehnhundertschiessmichtot: Die Negerrepublik. Jamaika. Ein totes
Schiff in der Brandung des neuen Jahrhunderts: Europa.
Unser weißes Theater einer schwarzen Revolution ist das Spiel,
das seine eigenen Bedingungen nicht kennt.
Ich aber will sitzen wo gelacht wird.
Ich lache über euch.
Ich lache über den Neger, der sich weiß waschen will mit der
Freiheit.
Ich lache über den Bauern, der in der Maske der Gleichheit geht.
Ich lache über meine Einfühlung in den ANDEREN, die eine koloniale
Schweinerei ist.
Burn
the crops and kill the pigs. Cargo kommt.
WARUM
DER DÄNISCHE STUDENT KEINEN WODKA VON VÄTERCHEN
STALIN BEKAM Kurzgeschriebenes von Daniil Charms
mit Musik und Gesängen und einem Minidrama von
Konstanty I. Galczynski
Charms deutsch von Peter Urban.
Galczynski deutsch von Jutta Janke.
Regie: Krzysztof Minkowski
Bühne: Halina Kratochwil
Kostüme: Maria Ricci
Dramaturgie: Alexej Nesterov
Musik: Bijan Azadian

Es spielen Marie Burchard, Carolin Karnuth, Christine Papst, Elzemarieke
de Vos, Bijan Azadian (als Gast), Hannes Florstedt, Bastian Klang,
Jonas Littauer und Nikolai Plath.
„Es war einmal ein Rotschopf, der hatte weder Augen noch Ohren. Er hatte
auch keine Haare, so dass man ihn an sich grundlos Rotschopf nannte. Er konnte
nicht sprechen, denn er hatte keinen Mund. Eine Nase hatte er auch nicht. Er
hatte sogar weder Arme noch Beine. Er hatte keinen Bauch, er hatte keinen Rücken,
er hatte kein Rückgrat, er hatte auch keine Eingeweide. Nichts hatte er!
So dass unklar ist, um wen es hier eigentlich geht. Reden wir lieber nicht weiter über
ihn.“ (Daniil Charms 1937)
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