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Blaubart
- Hoffnung der Frauen
von Dea Loher Diplominszenierung von Anne Hirth, 4. Studienjahr Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin Mit Nanda Ben Chaabane, Greta Galisch de Palma, Franziska Hayner, Jörg Pintsch, Mandy Rudski, Beate Schulz, Kathrin Suckfiel und Miriam Ternes Der
mythenumwobene Mann mit dem blauen Bart, der seine sieben Ehefrauen
einer grausamen Prüfung unterzieht wird zu Heinrich Blaubart.
Ein Damenschuhverkäufer, der die Liebe nicht kennt, und
für den Frauenbeine nur im Hinblick auf das anzupassende
Schuhwerk eine Rolle spielen, trifft eines Tages auf die 17-jährige
Julia: Das todkr anke Mädchen zeigt ihm die Idee der Liebeüber
die Maßen, einer Liebe, für die man sterben
könnte. Heinrich läßt sich von dem Sog dieser
Maßlosigkeit in die Dunkelheit ziehen. In atemberaubendem
Tempo prallt er auf Frauen voller Sehnsucht: auf eine von der
Liebe Verschlissene, auf eine, der man die Liebe abkaufen kann,
auf eine, die im Gleisbett schläft... Und schließlich
trifft er auf die Blinde - seine siebente Frau. Dea Loher, Jahrgang 1964, schreibt seit 1992 für das Theater; viele ihre Stücke werden im In und Ausland nachgespielt. Seit langem u.a. als Hausautorin bei Ulrich Khuon erst in Hannover, jetzt in Hamburg beschäftigt. Dauerhafte Arbeitsbeziehung mit Andreas Kriegenburg, der auch ihr neustes Stück Unschuld im Oktober 2003 mit großem Erfolg am Thalia Theater Hamburg uraufgeführt hat. Mit ihm zusammen hat sie 1997 Blaubart Hoffnung der Frauen als work in progress während der Proben als Auftragsarbeit für das Münchner Residenztheater entwickelt. Obwohl Dea Loher in Berlin lebt und u.a. hier studiert hat, stand noch keines ihrer Stücke auf dem Spielplan der großen Berliner Bühnen es ist zu hoffen, daß sich das ändert. Anne Hirth, geb. 1974, Studium der Theater- und Literaturwissenschaften in Berlin. Schauspielausbildung in der Schweiz. Regieassistentin an der Schaubühne Berlin bei Luc Dunberry und Sasha Waltz. Im Sommer 2000 Gastdramaturgin am Neumarkt Theater Zürich (Angriffe auf Anne v. Martin Crimp). Seit Oktober 2000 Regiestudium in Berlin. Eigene Regiearbeiten u.a.: Camille Claudel, eine szenische Collage über das Leben der französischen Bildhauerin (teatro dimitri, Tessin); drips on hot stones von R.W. Faßbinder (tron theatre, Glasgow); Ausser Betrieb Was machen Arbeitslose eigentlich in ihrer Freizeit, eine Utopie nach Texten von F.X. Kroetz (Probebühne des bat, Berlin). |





