bat-studiotheater Hochschule für Schauspielkunst Berlin Ernst Busch
 
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HAMLET/fragmente

Sein oder Nichtsein, Schein oder Nichtschein, Sein oder Sein lassen: Das Leben kann manchmal ziemlich kompliziert sein. Doch die Aufgabe ist klar: Shakespeares Hamlet! - in jeweils sechzig Minuten. Gemeinsam mit den Schauspielstudierenden unserer Hochschule und Bühnenbildstudierenden der Kunsthochschule Berlin Weißensee gilt es für den zukünftigen Abschlussjahrgang des Regieinstituts, eine eigene Sicht auf das Phänomen Hamlet zu entwerfen, nach Verknüpfungen zu suchen zwischen den vorigen Hamlet - Generationen und uns. Was ist wichtig, was nicht und vor allem: Was tun, wie sich entscheiden? Drei Abende präsentieren höchst unterschiedliche Sichtweisen auf ein Stück, das wie wenige andere unser kulturelles Gedächtnis geprägt hat. Wir dürfen gespannt sein.

Sa 27. 9. 20:00 HAMLET/fragmente

Hamlet - ein Theaterstück

H Ha Hamlet

Albtraum.Hamlet

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Foto: Claudia Charlotte Burchard -dog$door-

Alptraum. Hamlet

Fassung von David Schliesing und Marie Senf
Regie: David Schliesing
Ausstattung: Susanne Pickel
Dramaturgie: Marie Senf
Es spielen Johann Jürgens, Janusz Kocaj, Sebastian Schwarz.

     
     
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Fotos: Claudia Charlotte Burchard -dog$door-

„hamlet wird beauftragt: rache! /ich werde beauftragt: hamlet! unsere fälle sind sich sehr ähnlich. beide sind wir noch jung, beide werden wir beauftragt, mit der vergangenheit im hier und jetzt zu wirken. wir finden den gemeinsamen konflikt: “sein oder nicht – sein“ ist hier die frage nach dem sinn vom wirken in der welt.“
(David Schliesing)
Ein Sohn, ein Vater und der heilige Geist. Na ja, heilig ist dieser hier nicht, eher verdammt für eine Ewigkeit im Fegefeuer zu schmoren, bis sein „unnatürlicher“ und „ruchloser“ Mord durch des eigenen Bruders Hand gerächt ist. Die Beschäftigung mit Hamlet konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Bei Shakespeare gibt es zwei Väter für Hamlet, der eine ist tot, der andere, der
Stief-, aber eben nicht der leibliche Vater. Hamlet steht zwischen beiden. Den einen, den er haben kann, will er nicht und den anderen, den er will, kann er nicht haben. In der Nähe zum einem liegt die Distanz zum anderen. Es ist eine Geschichte von der Sehnsucht nach dem Unerfüllbaren, eine Geschichte, die auf den Tod hinzielt.

Hamlet - ein Theaterstück

Regie: Thorleifur Örn Arnarsson
Ausstattung: Ulrike Plehn
Dramaturgie: Katja Kättner
Es spielen Kristina Pauls, Katrin Röver, Janusz Kocaj, Stefan Ruppe, Jonas Schütte und Peter Weiß.

     
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Shakespeare believed in the human, the soul, the artistic realm but most of all- in the power of theatre. His characters brim with life that is to be found in more than just physiological reason and logical behaviour – the life in them is founded in the fact that they are theatrical. They are thought and moved in the realm of theatre itself.
It is not a coincidence that the epicenter of Hamlet is the scene with the actors, since the act of acting is the central point of Hamlet. Hamlet is far to complex, far to paradoxical, far to multidimensional to be able to exist in the realm of logic, he can only exist in the realm of theatre where many sides of the same issue, different times, and multiple spaces can be presented side by side, scene by scene, and thus open for us, the audience, a view into a world bigger than our own

H Ha Hamlet

Regie: Jan-Christoph Gockel
Ausstattung: Julia Kurzweg
Musikalische Leitung: Mathias Grübel
Es spielen Gina-Lisa Maiwald, Laura Tratnik, Franz Konstantin Beil, Florian Lenz, Paul Schröder und Jirka Zett.

     
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Hamlet, das heißt hier vor allem spielen. Auf einer Familiensofalandschaft spielt man sich durch Generationenkonflikte, Familiendramen und Liebesgeschichten. Aber es ist alles nur Spiel, die Erwachsenen sind abwesend, man kann beliebig zwischen Rollen und Situationen wechseln. Familie, Freundschaft, Liebe, nichts davon bedeutet etwas. Identitäten lassen sich so leicht wechseln wie Fernsehkanäle. Wenn es Schwierigkeiten gibt, geht’s einfach ins nächste Level. Zapping hoch Hamlet. Aber dann kommt doch ein Erwachsener, der Geist des alten Hamlet, und damit ist Schluss mit lustig. Zum ersten Mal fordert jemand Konsequenz und ein Ende der Unentschiedenheit. Es kommt zum Duell zwischen den Akteuren, das Spiel wird Ernst.

Claudius 2.0

Regie: Franziska Damian
Ausstattung: Julia Raabe
Dramaturgie: Ilona Bomert
Es spielen Julia Friede, Janna Horstmann a. G.(UdK), Sebastian Thiers a. G. (UdK), Johann Jürgens und Benjamin Pauquet.

     
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Fotos: Claudia Charlotte Burchard -dog$door-

Wie lebt es sich mit einer Leiche? Oder gar mit zweien? Wohin treibt einen die Angst vor Entdeckung? Und wie geht man mit einem undurchsichtigen und unberechenbaren Stiefsohn um? Claudius, der neue König und frisch gebackene Ehemann der Frau seines verstorbenen Bruders, greift zu einem alt bewährten Mittel: Überwachung. Eine Krimi-Phantasie, gespickt mit Spionage, Intrigen, Verwirrungen und Leichen. Der König und sein Neffe, ein Duell, in dem der Informationsvorsprung über den Sieger entscheidet.

Hamlet oder eine lange Reise bis ans Ende der Nacht

Regie: Kathleen Bredenbeck
Ausstattung: Michaela Muchina
Musik: Talis Silde
Video/ Kamera: Firas
Es spielen Laura Tratnik, Annika Schilling, Franz Konstantin Beil, Matthias Luckey und
Benjamin Pauquet.

     
     
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Fotos: Claudia Charlotte Burchard -dog$door-

Wir begeben uns auf eine Reise, deren Ziel es ist, der alten Fabel Stimmen zu entlocken. Drei Narren verführen uns in eine farbenfrohe Schattenwelt an der Grenze zwischen Sein und Nichtsein, wo einzelne Motive des Textes aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst werden: Liebe, Freundschaft, die Vergänglichkeit des Einzelnen in der sich scheinbar ewig wiederholenden Geschichte des Lebens. Lustvoll und rasant soll diese Reise sein, ein Vorstoß im stetigen Kampf gegen das Erstarren des Hamletkomplexes.

kopf zu und los

Regie: Antú Nunes Romero
Ausstattung: Eva Svoboda
Es spielen Gina-Lisa Maiwald, Kristina Pauls, Paul Schröder, Marc Rißmann, Peter Weiß und Jirka Zett.

   
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Fotos: Claudia Charlotte Burchard -dog$door-

Für Hamlets Mutter Gertrud und seinen Onkel Claudius scheint alles in Butter: Der alte Hamlet ist tot, man hat sich ineinander verliebt und sich ziemlich schnell verheiratet. Alle sind glücklich, oder, mit den Worten von Claudius: Wir sind zufrieden. Nur einer hat ein Problem mit der Friede – Freude - Eierkuchenveranstaltung: Hamlet. Aus seiner Sicht beruht das höfische und eheliche Glück, das den anderen so lieb und teuer ist, auf Brudermord und Ehebruch. Nichts lässt er unversucht, um die Festgesellschaft aus ihrer Zufriedenheit zu reißen. Und das bedeutet Krieg.