bat-studiotheater Hochschule für Schauspielkunst Berlin Ernst Busch
 
bat-studiotheater der hochschule für schauspielkunst berlin ernst busch

Adam Geist / Hundeherz / 4.48 Psychose / Lenz                                     Bilder: Projekt 3.09
Projekt 3.09 – Alle vier Premieren im März sind Inszenierungen von Regie­studierenden unseres dritten Studienjahres. Gemeinsam mit den Schauspielstudierenden unserer Hochschule und den Bühnen­bildstudieren­den der Kunsthochschule Berlin-Weissensee, gemeinsam mit Musikern und Dramaturgen arbeiten die jungen RegiseurInnen seit Januar an ihrer ersten Inszenierung für unser bat-Studiotheater. Die selbst gewählten Projekte, so verschieden die Stoffe auf den ersten Blick auch erscheinen mögen, haben doch Gemeinsamkeiten, die vielleicht ein Bild von der Welt entwerfen, wie sie diese Generation von jungen Künstlern wahrnimmt und zu beschreiben versucht.

Premiere Sa 14., So 15. März 20:00
Hundeherz
nach Michail Bulgakow
Regie: Marc Wortel 3. Stj. Schauspielregie HfS Bühne: Felicia Grau 4. Stj. Bühnenbild KHB Kostüme: Renske Kraakman. Musik: Daniel Schellongowski 1. Stj. Komposition UdK Geige: Ilja Lampasiak. Kontrabass: Young Il Seo. Akkordeon: Jan Jachmann. Biomechanisches Training: Aleksandar Acev. Dramaturgie: David Schliesing 4. Stj. Schauspielregie HfS Es spielen: Julia Reznik, Birte Schnöink, Katharina Susewind, Toni Jessen, Christian Schaefer, Hajo Tuschy und Michael Wächte3. Stj. Schauspiel HfS

Für Fotos in Druckauflösung bitte klicken.
  
 
bilder: charlotte burchard dogsdoor.de
Es ist Winter in Moskau zwischen den Jahren 1924 und 1925. Ein einsamer Hund, Bello, besingt frierend sein trauriges Hundelos. Zur selben Zeit in der Beletage des Kalabuchow-Hauses in der Obuchow-Gasse brütet Professor Preobrashenski, eine europäische Kapazität der Neurologie, über die Verbesserung der menschlichen Art. Für ein entsprechendes Experiment benötigt er einen Hund: es wird Bello sein. Ihm werden Samendrüse und Hypophyse entnommen und durch menschliche Äquivalente ersetzt. Das Hundeherz bleibt. Was nur als ein Experiment gedacht war zur Verbesserung der menschlichen Art führt zu einer Katastrophe, die sich nicht nur gegen den Schöpfer, sondern gegen alles Menschliche richtet. – Mit seinem 1925 verfassten Kurzroman „Hundeherz“ schreibt Bulgakow ein Spottlied über die Pervertierung menschlicher Ideologie und sieht damit so manches politische Geschehen in der UdSSR voraus.