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KLASSENKAMPF
Eine Stückentwicklung von Matthias Wittekindt
Regie
Eike Hannemann
Bühne und Kostüme Birgit Stoessel
Musik Christoph Kalkowski und Maik Voss
Es
spielen Ute Baggeröhr, Gritt Galisch, Verena Unbehaun, Markus
Kunze, Martin Molitor, Manolo Palma, Heiko Senst und Stephan
Thiel
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Das
Theater sucht nach neuen Formen und neuen Inhalten. Die Gier
des Theaters nach neuen Texten ist unersättlich. Uraufführungen
junger Autoren stehen hoch im Kurs. Filmadaptionen überschwemmen
die Theaterlandschaft.
Der Regiestudent Eike Hannemann und sein Autor Matthias Wittekindt
gehen einen Schritt weiter. Sie starten ein Experiment. Ein einfaches
Brettspiel
ist ihr Ausgangspunkt. Die Schauspieler spielen, improvisieren. Das Stück
entwickelt sich. Das Gesellschaftsspiel wird Theater.
In einer von immer mehr Gewalt beherrschten Gesellschaft, trifft Klassenkampf
03 ins Mark: aus einem anfangs harmlosen Spiel wird Ernst. Aus
Freunden werden Gegner, aus Schülern Todfeinde. Das Spiel geht weiter.
Gruppen bilden sich. Einzelne versuchen, sich allein durchzuschlagen.
Die Gewaltspirale dreht sich. Verletzte und Tote bleiben auf der Strecke.
Bis ein Sieger übrigbleibt.
Worauf
das Spiel beruht:
Spielleiter:
Man führt sie heran und deckt die Karten auf. Erklärt ihnen die
Regeln. Fragt: ist das Spiel euch recht? Sie sagen ja. Man lässt ihnen Zeit
und weist sie weiter ein. Und sie begreifen schnell, wie frei das Spiel sie macht.
Wie es sie anspornt, frei macht, so zum Spaß zu spielen. Man kann allein,
zu zweit, zu dritt spielen. Kann Gruppen oder Paare bilden. Es auch allein versuchen.
Man kann das Spiel mit Ernst angehen. Oder ganz anders auch: den Spaß nur
sehen, die anderen bewundern, wie sie spielen. Sich selbst nicht wichtig nehmen,
oder das Gegenteil. All das ist möglich, denn es ist ein Spiel.
Das Spiel kann sehr verspielt sein, - die Regeln sind es nicht.
Sie
sind am Zug! Ziehen Sie Ihre Karte! 2
Der Regisseur
Eike Hannemann, ein Schüler Manfred Karges, hat in den letzten Jahren
mit seinen Inszenierungen von Jan Demuths Kalte Schnauze,
Kleists Schroffenstein, Marc Pommerenings Schlaflos
in Casablanca und Martin Heckmanns 4 Millionen Türen für
Aufsehen gesorgt.
Hannemanns Weg zeigt eine deutliche Hinwendung zu Texten junger Autoren.
Die Suche nach neuen theatralen Ausdrucksformen und Erzählformen
steht bei Hannemann immer im Vordergrund. Dabei stellt er sich bewusst
großen Herausforderungen und ist bereit, auch ungewöhnliche,
riskante Wege einzuschlagen.
So ist bereits 4 Millionen Türen als Stückentwicklung
während der Proben entstanden. 4 Millionen Türen wurde
zuletzt zum 1. Regieschultreffen nach Hamburg eingeladen und ausgezeichnet.
Mit einem jungen Ensemble tritt er nun seine bislang größte
Herausforderung an: das Experiment Klassenkampf 03.
Der
Autor
Matthias Wittekindt studiert in Berlin und London Architektur und Religionsphilosophie.
Bis 1994 arbeitet er in Berlin und London als Architekt (u. a. bei Rem
Koolhaas und Otto Steidle).
1988 gründet er in Berlin das Brüssel-Projekt, mit dem er seine
Arbeiten auf der Bühne realisiert. (Förderung durch den Berliner
Kultursenat, Stiftung Kulturfonds u.a.)
Neben seiner Tätigkeit als Theater- und Hörspielautor schreibt
Matthias Wittekindt Dokumentationen und Drehbücher fürs Fernsehen.
Für seine Arbeiten im Bereich zwischen Architektur und Theater erhält
Matthias Wittekindt u.a. den Berliner Architektenpreis sowie den Kulturpreis
der Stadt München und des Kulturzentrums Gasteig.
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