Sa 25. April 19.00 bis 1:00 Uhr

Lange Nacht der Opern und Theater Busroute: 4 - Prenzlauer Allee/Metzter
Str.
Ticket Hotline 030 47 99 74 44. Info unter www.berlin-buehnen.de.
Wir laden Sie ein, in dieser Nacht das neue, junge Theater Berlins
zu entdecken und zeigen eine Auswahl der aktuell entstandenen Arbeiten
ca. im Stundentakt. Ab Mitte April können Sie die genaue Spielfolge,
Zeiten und Mitwirkenden erfahren unter www.bat-berlin.de.
Das bat-Studiotheater ist das Ausbildungstheater der renommierten
Hochschule für Schauspielkunst ERNST BUSCH. Studierende in den
Fachrichtungen Schauspiel, Regie, Puppenspiel, Tanz und Choreographie
erlernen hier, zunehmend in enger Zusammenarbeit mit Studierenden
anderer Berliner Kunsthochschulen, ihr Handwerk. Im bat können
Sie bereits heute die Stars von morgen erleben. Corinna Harfouch,
Nina Hoss, August Diehl, Dieter Mann und Thomas Ostermeier sind nur
einige der bekannten Absolventen unserer Hochschule. Die Studierenden
absolvieren im Laufe ihres Studiums eine Vielzahl praktischer Ausbildungen.
Dazu gehören Szenenstudien, Werkstattabende sowie Studio-, Diplom-
und Praktikuminszenierungen. Freie Arbeiten unserer Studierenden
gehören zum festen Bestandteil der Berliner Kunstszene. Ihre
Arbeiten können Sie u. a. am Deutschen Theater, im Maxim Gorki
Theater, in der Schaubude, im Tacheles, in den Sophiensaelen u. v.
m. sehen.
Auf der Bühne
19:00
4.48 Psychose von Sarah Kane
Regie: Pedro Martins Beja 3. Stj. Schauspielregie HfS Bühne
und Kostüme: Peter Schubert. Musik: Markus Steinkellner. Dramaturgie:
Gordon Florenkowsky. Regieassistenz: Kim Wallau. Es spielen: Hanna
Binder, Tilman Strauß, Sebastian Zimmler 3. Stj. Schauspiel
Wie groß kann ein Ereignis sein, dass die Kraft besitzt,
ein ganzes Leben zu bestimmen? – In Sarah Kanes „4.48
Psychose“ sind einige Hinweise gestreut, die auf ein solches
verweisen: Erinnerungssplitter, Ahnungen, Spuren vergangener Verletzung.
Doch was passiert, wenn die große Gesellschafts-Therapie-Maschine,
die die Heilung verspricht, nicht mehr rund läuft, stottert
und schließlich versagt? – Zurück bleibt ein zerstückeltes
Bewusstsein, ein nach Liebe suchender Mensch. Um 4:48 Uhr, dem
Moment der größten Klarheit, kann das Sprechen beginnen.
Nur dann, im Ausklang der Nacht, können Worte ihre Ehrlichkeit
und Poesie entfalten und von der Wahrheit erzählen. Ein verzweifelter
Kampf um das Leben gegen die Angst vorm Verschwinden.
Abt. Regie Dauer: 1h keine Pause
20:40
Oberösterreich Franz Xaver Kroetz
Es spielen: Henning Bosse und Nina Hovarth (2. Stj.)
Regie: Iris Böhm.
Der Titel ist als Quellenhinwels zu verstehen, denn am Ende des
Stücks wird eine Zeitungsnachricht zitiert: in Oberösterreich
habe ein Mann seine Frau getötet, als sie nicht einer Abtreibung
zustimmte. Die Geschichte von Anni und Heinz ist so allgemein wie
nur denkbar. Ein junges Ehepaar: er ist Kraftfahrer, sie Verkäuferin,
zusammen verdienen sie mehr als das Durchschnittseinkommen, können
sich also leisten, was nach ihrer Meinung dazugehört. Auto,
Farbfernseher, neue Möbel - alles ganz normal; bis Anni eines
Tages schwanger wird. Die beiden beginnen zu rechnen, ob sie sich
auch ein Kind leisten können.
Abt. Schauspiel Dauer: 30 min.
21:40
Bunbury von Oscar Wilde
Es spielen: Peter Miklusz und Marco Portmann (2. Stj.)
Algernon und Jack, zwei englische Gentlemen und Lebemänner,
geben sich
in ihrer Freizeit dem Vergnügen hin. Um aber diese Leidenschaft
mit ihrem gesellschaftlichen Rang zu vereinen, haben beide zwei
Personen erfunden, die es gar nicht gibt. Algernon erfindet den
dauerkranken Freund Bunbury und Jack den Bruder Ernst. Beide Gentlemen
verlieben sich, Jack in Gwendolin, die Cousine von Algernon und
Algernon in Cecliy, Jacks Mündel. Ein Verwirrspiel beginnt,
da keiner der beiden Freunde dem anderen die Wahrheit über
sich und seine falsche Identität gesagt hat.
Abt. Schauspiel Dauer: 30 min.
22:30
Reinecke Fuchs 3/12
Regie: Christian Weise
Spiel: Denis Katzmann, Katharina Kummer, Sabine Mittelhammer, Emilie
Jedwab Wroclawski
Ein drastischer Goethe in Highheels: Während die Darsteller
chillen, ergeht es den Puppen übel. Der Fuchs fickt sie alle – im
Hexameter. Das tut weh, obwohl sie aus Zeitungsmüll sind.
Abt. Puppenspiel Dauer: 40 min.
23:30
Death Valley Junction
Drama, Mystery, Suspense. Written by Albert Ostermaier. Directed
by Agathe Chion (2. Stj.)
Starring Wolf Scheidt, Anezka Rusevova, Nicole Janze, Henning Kober,
Uwe Schmieder. Original Music by Sébastien Alazet and Patrick
Petzold. Director of Photography Antoine Desvignes. Ein Mann, allein,
tot in der Salzwüste, wie im Film. Wir könnten ihm ja
eine Geschichte erfinden, warum liegt er denn da? Runningtime:
approx. 40 min.
Abt. Regie
00:30 Tanzperformance:
Solo Triptychon
Idee/Tanz: Jana Unmüßig Spielort 1: Studiobühne
des bat
Solo Tryptichon
Das Bild balanciert auf einer Ecke noch, obgleich der Baum steht.
Dinge, Personen sehen und andere beim Sehen von Dingen, Personen
sehen.
Bild, Text, Bewegung von und mit Jana Unmüßig
Es gibt ein Bild und es gibt eine Stimme. Das Bild ist eine Photographie
und zeigt eine Frau, deren Brüste in zwei blaue Vasen fallen.
Die Frau bin ich. Das Bild hat keinen symbolischen oder psychologischen
Wert. Obgleich viele das sehen werden. Für mich ist das Bild
der Ort. Der Ort bin ich. Die Stimme, die aus einem Gerät
kommt, schafft den Raum. Das Bild schafft den Ort, die Stimme schafft
den Raum. Die Stimme ist eine weibliche Stimme, die etwas sagt.
Es ist von großer Wichtigkeit und Unwichtigkeit zugleich,
was die Stimme sagt. Die Stimme ist meine Stimme. Der Körper
bewegt sich außerhalb von jener Umgebung. Der Körper
tanzt. Der Körper, der diesen Tanz macht, ist mein Körper.
Ich lade den Zuschauer/die Zuschauerin ein, mir beim Choreographieren
zu zusehen. Choreographieren ist eine Art nachzudenken, zu sinnen.
Obgleich es stets darum geht den Sinn hinter sich zu lassen. Deswegen
will man manchmal kopflos aufbrechen. Auf Geratewohl hinaus. Aber
das kann man nicht. Man kann nicht in alle Richtungen zugleich,
so dass am Ende der Tanz doch nur zu einem Ort führt.
Abt. Tanz Dauer: 10 min.
NYX
Choreographie: Stephan Ehrlich (Studiengang Choreographie)
Tanz: Brit Rodemund und Kristine Keil
Abt. Tanz Dauer: 10 min.
nr 8
Erinnerung ist die Gegenwart von Vergangenem, Erwartung ist
die Gegenwart von Künftigem und der Augenschein der Wahrnehmung
ist die Gegenwart des Gegenwärtigen. Augustinusperformer:
aurélie bauer, katharina resch (Studiengang
Choreographie), dana mcpherson (musik)
eine exploration zu errinnern
und vergessen mit körper, projektion,
sound, räumen, ebenen und perspektiven Dauer: ca 10 min.
Parallel in unserer Probebühne 2
19-01:00
ParallaxProject presents: Lacrimosa
Eine audiovisuelle 5Minutenterrine über das Leben und den
Tod für zwei Zuschauer. Frisches Figurentheater gewürzt
mit modernen Projektionstechniken und einer Priese Perspektivwechsel.
Abgeschmeckt von Bruno Pilz (Studiengang Puppenspiel).
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