bat-studiotheater Hochschule für Schauspielkunst Berlin Ernst Busch
 
bat-studiotheater der hochschule für schauspielkunst berlin ernst busch

M E D E A von Hans Henny Jahnn

Regie: Christian Vilmar (4. Studienjahr Schauspielregie)
Bühne: Gerd Schochow

Kostüme: Grynet Gräbner

Es spielen: Rosalinde Renn, Britta Jarmers, Jochen Gehle, Gunnar Helm, Jaron Löwenberg, Andreas Müller, Carl-Hermann Risse und Jorres Risse

   

   

   

Da fließt es schwarz, schwarz fließt es, Jason, zwischen Dir und mir.

Hans Henny Jahnns Medea: heißgeliebt, selten gespielt. Ein irrsinniges Werk, geschrieben von einem der genialsten deutschen Dichter des zwanzigsten Jahrhunderts. Geschrieben mit Herzblut, strotzend von Erotik und Tod. Tragödie: grausam, tabubrechend unaufhaltsam. In unserer von Jugendwahn zerfressenen Gesellschaft trifft die schwarze, gealterte Medea genau ins Zentrum. Es stellt sich quer gegen jeden Zeitgeist reißt nach wie vor ein Kaleidoskop von Tabubrüchen auf, das auch heute noch seinesgleichen sucht.

Der junge Regisseur Christian Vilmar, ein Schüler Manfred Karges, unternimmt das Wagnis: diesen ebenso faszinierenden wie verstörenden Text auf die Bühne zu bringen.
Wiederholt hat er sich mit sperrigen Stoffen, in deren Zentrum große Frauenfiguren stehen, beschäftigt, mit Racines "Phädra" und überraschend mit einer auf drei Figuren konzentrierten Fassung von Kleists "Penthesilea". Für Jahnns "Medea" hat er die Urfassung des Stückes gewählt, die jahrzehntelang als verschollen galt und erst 1988 in Budapest gefunden wurde und die noch radikaler und sperriger ist als die sogenannte Versfassung.
Für Medea hat der Regisseur ein Ensemble um sich versammelt, das aus einer Mischung von Erfahrung und jugendlichem Ungestüm Funken zu schlagen verspricht. Als Medea ist Rosalinde Renn zu sehen, die an großen Häusern wie Basel, Köln, Zürich und Bochum gespielt hat. An ihrer Seite agieren gestandene Schauspieler sowie Studenten und Absolventen unserer Hochschule und anderer Schauspielschulen.

Wir würden uns sehr über einen Besuch von Ihnen freuen.
bat-Studiotheater

Premiere 15. 05. 2003