bat-studiotheater Hochschule für Schauspielkunst Berlin Ernst Busch
 
bat-studiotheater der hochschule für schauspielkunst berlin ernst busch
DIE PRÄSIDENTINNEN von Werner Schwab

Regie: Reiner Heise

Es spielen: Studentinnen des 3. Studienjahres Schauspiel

Erste Szene mit Alexandra Finder als Mariedl, Nicole Lippold als Erna, Julia Maronde als Grete

     
Farbfotos: Anna Peschke, schwarz/weiß: Roger Melis

Zweite Szene mit Nora Leschkowitz als Mariedl, Agnes Mann als Erna, Franziska Schubert als Grete      

  
Farbfotos: Anna Peschke, schwarz/weiß: Roger Melis

Werner Schwab - am Anfang der neunziger Jahre war er der Jung-Star des deutschsprachigen Theaters. Er war berühmt, wurde gefeiert und beschimpft. Inzwischen sind seine Stücke in viele Sprachen übersetzt. „Die Präsidentinnen“ ist eines der erfolgreichsten.
Ein Stück über „Leute, die glauben, alles zu wissen, über alle zu bestimmen. Eine Form von Größenwahnsinn.“
Schwab rebellierte gegen eine spießige, verlogene, kleingeistige Welt. Oft war er Kasperl und Teufel in einer Person. Immer wieder rannte er mit dem Kopf gegen Wände, um seiner Liebe, seiner Sehnsucht Raum zu geben.
„Doch lieber will ich unter Qualen bluten, als glücklich sein aus Dummheit.“
Der Dichter Schwab hat den Dichter Grabbe gut gekannt.

"Werner Schwab ist tot, und seine Legenden werden nun geboren. Legenden vom Theater-James-Dean oder vom Volksvernichter-Kraftlackel, gegen die er sich nicht mehr wehren kann und gegen die er sich vielleicht auch nicht gewehrt hätte, weil er sich eher zurückgezogen hatte. Wer ihn gekannt hat, wird ihn lieben können müssen dürfen. Für seine Zugänglichkeit, für seine Ängstlichkeit, für seine Sehnsüchtigkeit. Wer seine Stücke kennt oder kennen lernen wird, wird sie lieben können sollen dürfen. Für ihren Witz und für ihre Traurigkeit und für das Widerliche, was bei Schwab, wie einmal bemerkt wurde, ein Synonym ist für das Wirkliche."

Roland Koberg