bat-studiotheater Hochschule für Schauspielkunst Berlin Ernst Busch
 
bat-studiotheater der hochschule für schauspielkunst berlin ernst busch

Sallinger

von Bernard-Marie Koltès
Regie Maik Priebe (Studierender der Abt. Schauspielregie)
Bühne und Kostüme Jessica Rockstroh.
Dramaturgie Annett Hardegen.
Regieassistenz Ana Zirner.
Es spielen Cornelia Lippert, Xenia Noetzelmann*, Annika Schilling*, Aline Staskowiak, Andreas Christ, Armin Dallapiccola, André Kaczmarczyk*, Michael Wächter*.
(*Studierende des Stg. Schauspiel)

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Fotos: Claudia Charlotte Burchard -dog$door-

7. März 20:00 Premiere. 8., 9. 19. und 20. März 20:00.

„ Im fünften Stock stieg er aus, ging den Korridor entlang und betrat Zimmer 507. Es roch nach neuen Kalbslederkoffern und nach Nagellackentferner. Er blickte auf die junge Frau, die schlafend auf einem der beiden Betten lag. Dann trat er an einen Koffer heran, öffnete ihn und zog unter einem Stoß kurzer Hosen und Unterhemden seine Ortgies, Kaliber 7,65, hervor. Er holte die Kammer heraus, sah sie an und schob sie wieder hinein. Er spannte den Hahn Dann machte er die paar Schritte zum unbenutzten Bett hinüber und setzte sich; er blickte auf die junge Frau, zielte und schoss sich eine Kugel durch die rechte Schläfe.“ J. D. Salinger
Aus dem Krieg kommt man nie ganz zurück; wer ihn erlebt hat, für den scheint eine Rückkehr vom Schlachtfeld unmöglich. Verloren im Niemandsland, sind die, die zwischen Krieg und Frieden hängen bleiben. Da ist kein Platz für Leben. Da versucht man, die eigene Haut zu retten und die Familie bietet schon lange keinen Schutz mehr.
Bernard-Marie Koltés’ selten gespieltes Stück erstmals in Berlin!

Die ERNST BUSCH Produktion "Sallinger" hat den "Bensheimer Theaterpreis für junge Schauspieler" erhalten. Begründung der Jury zur Verleihung des Theaterpreises im Mai 2008. sallinger_begruendung.pdf

"Maik Priebe zeigt die komplexe Szenenfolge aus langen Monologen im Wechsel mit surrealen Dialogen sachdienlich zurückhaltend und gelungen konzentriert. Er vertraut in seiner klugen Inszenierung mit dem tüchtigen Ensemble konsequent der Stille, den Pausen und Koltès poetischer Sprache, um den kollektiven Wahnsinn einzufangen und die persönlichen Katastrophen auszuleuchten." (Berliner Zeitung, 10.03.2008)