6.–12. Juli im bat
HZT Postgraduate Platform
MA SODA New Performance Work + SODAWORKS
Das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz – Pilotprojekt
Tanzplan Berlin (HZT) zeigt im bat-Studiotheater an fünf Abenden
die Abschlussarbeiten der Studierenden des Masterstudiengangs MA
SODA (Solo/Dance/Authorship). Die erste „HZT Postgraduate
Platform“ vom 6.–31. Juli widmet sich der Präsentation
eigener Projekte, künstlerischem Ideentransfer und Networking.
Eingeladen sind Studierende des MA Choreographie sowie anderer europäischer
Postgraduate Studiengänge. Die Plattform besteht aus einem informellen
Arbeitstreffen und öffentlichen Veranstaltungen in den Theatern
der das HZT tragenden Hochschulen, dem bat-Studiotheater der Hochschule
für Schauspielkunst „Ernst Busch“ (MA SODA New Performance
Work) und dem UNI.T – Theater der Universität der Künste
(SODAWORKS). The Co-operative Dance Education Centre-Pilot Project
Tanzplan Berlin presents five evenings of new performance work from
the graduating students of the MA SODA programme. The MA in Solo/Dance/Authorship
(MA SODA) is a two year, full time, performance-oriented Master of
Arts degree. It focuses on dance and performance-making within the
wider field of contemporary arts practice. The MA SODA takes a practice-led,
critical and reflective approach to solo work and dance making, and
to the issues of authorship, collaboration and process that surround
much contemporary arts practice. It enables students to identify,
research, develop and extend their work in relation to increasingly
cross-disciplinary and cross-cultural contexts of contemporary performance.
Weitere Veranstaltungen:
29.–31. Juli SODAWORKS im UNI.T Präsentationen und Diskussionen
der Studierenden des MA SODA, des MA Choreographie und
ihrer Gäste. Ort: UNI.T – Theater der UdK, Fasanenstr.
1 B, Berlin-Charlottenburg. Infos zu HZT Postgraduate Platform
und Studiengang:
www.udk-berlin.de/tanz
Das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz – Pilotprojekt
Tanzplan Berlin wird getragen von der Universität der Künste
Berlin und der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst
Busch“ in Kooperation mit dem Netzwerk TanzRaumBerlin
und Uferstudios GmbH; Partner: Zentrum für Bewegungsforschung?/?FU
Berlin. Das Projekt wird gefördert durch das Land Berlin über
die Hochschulen und die Stiftung Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung
und von Tanzplan Deutschland, einer Initiative der Kulturstiftung
des Bundes.
Mo 6. Juli 19:00
Envisage von Rita Roberto
Konzept und Performance: Rita Roberto. Der Blick des posthumen
Anderen. Licht kreuzt diskontinuierlich. The view of the posthumous
other. Light traverses discontinuously.
Mo 6. Juli 21:00
Piece von Thérèse Nylén
Konzept: Thérèse Nylén. Tanz: Zufit Simon.
Video: Henrike Meyer. Licht: Benjamin Schälike. Probenassistenz:
Mira Moschallski. Projektassistenz: LouLou D’Aki. Mentorin:
Inka Paul. „Piece“ verhandelt die Konstruktion von
Räumen, Bildern und Choreographie. Die physische Begrenzung
der Theaterbühne verwandelt sich in ein Gerüst, das Bilder
anderer Orte überträgt und Fragen zur Zeitlichkeit und
Simultanität von Bildern stellt. Die choreographischen Strukturen
des Solos „Piece“ bestehen aus Assoziationen und Zitaten.
Die Akkumulation wird zum Werkzeug für eine interpretierbare
Materialität des Körpers. Der Tanz strebt im Kampf gegen
das Regime der linearen Zeit, in der er sich zugleich verortet,
zum Wesen des Standbildes, um im Aufgeben seines logischen Vektors
unterschiedliche Lesarten zu ermöglichen. “Piece” is
about construction: construction of space, of images and of choreography.
The physical limitation of the theatre stage turns into a scaffold
transmitting images of other locations and triggering questions
around time and the simultaneity of images. Struggling against
the regime of linear time, wherein it is situated, dance aims at
the same achievement as the still image – to lose its
logical vector in favour of enabling a reading in all directions.
Mi 8. Juli 20:00
Rosi tanzt Rosi – The Conference* von Susanne Martin
Konzept und Performance: Susanne Martin. Dramaturgie: Brenda Waite.
Mentoring: Andrew Morrish. Olaf Stuve. Technik und Licht: Christof
Debler. Videoberatung: Andrea Keiz. „Rosi tanzt Rosi“ hat
als Langzeitprojekt in den letzten zwei Jahren SODA-Studium eine
Reihe von sehr unterschiedlichen Solovorstellungen und choreographischem
Material hervorgebracht. „The Conference“ bringt einiges
davon zusammen, ohne sich als finale Zusammenfassung oder Essenz
von Rosi tanzt Rosi zu verstehen. Es ist nur das Finale meiner
SODA-Studien. Also kommt hervor ihr Produzenten, Programmateure,
Sponsoren, und lasst uns für nächstes Jahr das Rosi-Festival
organisieren, mit Retrospektive, Rekonstruktionen, Filmen, Diskussionen,
Panels und Weltpremieren. “Rosi tanzt Rosi” is an ongoing
project that has produced a series of solo performances of very
different scale and complexion during my SODA studies. “The
Conference” is bringing some of this material and ideas together,
but that doesn’t mean that it’s the conclusion or essential
wrap up of the net of imagery and narration around Rosi.
*The conference is international and will take place in English.
Fr 10. Juli 20:00
Lass uns immer aufbrechen und nie ankommen. Eine Verzettelung von
Corsin Gaudenz
Konzept und Choreographie: Corsin Gaudenz. Mit: Evelyne Gugolz,
Alexander Schröder, Miriam Walther. Musik: Klaas Hübner.
Bühne: Frieda Schneider. Dramaturgie: Gordon Florenkowsky.
Technik und Licht: Sandra Blatterer. „Heute träumte
mir, ich sei eine kleine Erbse mitten im Atlantischen Ozean. Ich
erhob mich aus den Wellen und sagte: ‚Mit mir fängt
die Landbildung an!‘. Darauf zerschellte ich am afrikanischen
Kontinent.“ Hans Jürgen von der Wense, 1894–1966
Ist Wense möglich? Eine performative Annäherung an das
Leben des exzentrischen Briefeschreibers und selbsternannten Weltinventarisierers,
Komponisten, Übersetzers und Wanderers Hans Jürgen von
der Wense. Is Wense possible? A performative approach to the
life of the eccentric letter writer and self-appointed stock taker
of
the world, composer, translator and wanderer Hans Jürgen von
der Wense.
Sa 11. Juli 19:00
A Provocation Pure and Simple von Anat Eisenberg
Konzept und Regie: Anat Eisenberg. Performer: Saga Sigurdardottir
und Gäste. Dramaturgie: Dani Brown. Bühne: Martin Miotk. „Seit
den drei Jahren der Show ist das zweifellos die größte Überraschung.
Als du dastandst mit diesem frechen Grinsen und gesagt hast, ‚Ich … ich
will sein wie Elaine Page‘, haben wir dich alle ausgelacht.
Jetzt lacht keiner mehr. Das war atemberaubend, eine unglaubliche
Performance. Unglaublich, ich bin sprachlos, wie seht ihr zwei
das?“ „Ich bin total
begeistert, weil ich weiß, dass alle gegen dich waren. Ganz
ehrlich, denke ich, dass wir alle sehr zynisch waren und ich glaube,
das ist der größte Weckruf aller Zeiten und ich wollte
nur sagen, dass es ein totales Privileg war, dir zuzuhören.“ “Without
a doubt that is the biggest surprise I have had in three years
on the show. When you stood there with that cheeky grin and said, ‘I … I
want to be like Elaine Page’ everyone was laughing at you.
No one is laughing now. That was stunning, an incredible performance.
Amazing, I’m shocked, how about you two?” “I
am so thrilled because I know that everybody was against you. I
honestly think that we were all being very cynical and I think
that this is the biggest wake up call ever and I just want to say
that it was a complete privilege listening to that.” “I
knew the minute you walked out on that stage that we were going
to hear something extraordinary and I was right.”
Sa 11. Juli 21:00
Tricks von Mirko Winkel
„
The clown is wise because he plays the fool for money, while others
have to pay for the same privilege.“ Leslie Hotson Tricksters
flanieren abseits der gewohnten Ordnung und der vielen Pole der
realen Welt. Sie schlucken alles – Klassifikationen und Brüche – in
ihrem extravaganten Appetit nach Leben. Sie täuschen, betrügen
und verwandeln, wobei ihre Motivation genauso ungeklärt bleibt
wie der Grund jeglichen Lebens. Vielleicht geht es um Reichtum. Tricksters
wander beyond conventional order and among the many poles of the
real world. In their norm-defying travels, they swallow
all – classi?cations and cracks – in their ravenous
and extravagant appetite for life.
So 12. Juli 19:00
Awareness Étude for One Performer and an Audience
von Felix Marchand
Konzept, Performance und Choreographie: Felix Marchand. Choreographische
Assistenz: Ayara Hernández Holz. Dramaturgie: Alex Dederichs.
Licht: Benjamin Schälike. Bühne: Carl Trahan. Eine
Etüde
wird zumeist als Übungsmaterial zur Perfektionierung bestimmter
technischer Fähigkeit verfasst. „Awareness Étude
for One Performer and an Audience“ umfasst verschiedene anatomische
Untersuchungen und lädt das Publikum ein, seine eigenen persönlichen
Bilder, Geschichten und Möglichkeiten während dieser
Reise auszubreiten. „Release is a body / mind integrative
technique through which engagement with imagery enhances and inspires
imaginative responses and bodily movement. Images for consideration
in Release are initially anatomical.“ Mary O’Donnell,
2005 An Étude is usually designed to provide practice material
for perfecting a particular technical skill. “Awareness Étude” includes
different anatomical explorations and invites the audience to unfold
their own personal images, stories and means throughout that journey.
So 12. Juli 21:30 Uferstudios, Studio 3
So Many Gens Dark von Kat Papageorgiou
Konzept und Choreographie: Kat Papageorgiou. Dramaturgie: Nikos
Flessas. Licht: Nysos Vasilopoulos. Bühne: Teresa Hahn. Original
Musikpartitur: Antonis Anissegos. Performance: Marialena Mamareli,
Nikos Kamontos, Anja Sielaff, Kiriakos Hatjiioannou, Katjia Scholz,
Kat Valastur. „So Many Gens Dark“ ist ein Akt der Konfrontation.
Ohne jegliche Form von Heldentum, zeigt sich diese Konfrontation
in dem rückwärts gebeugten Nacken, wenn sich das Gesicht
dem Himmel zuwendet. Im nach oben gewendeten Blick öffnet
sich ein Zwischenraum – der Raum zwischen Himmel und Erde.
Das menschliche Sein orientiert sich innerhalb dieses Raumes im
Bewusstsein, zugleich in dieser Welt zu sein und in den Himmel
zu schauen. In diesem Spannungsfeld konfrontiert sich der Mensch
mit dem, was er Himmel und Erde nennt – und was eigentlich
eine Auseinandersetzung mit dem sich dahinter Verbergenden ist. „Wenn
es einen Gott gibt – nicht nur verschieden sind wir vor ihm
wegen unserer Bosheit oder Güte, wir haben alle eine andere
Natur und ein anderes Leben, in Art und Herkunft und Hinkunft sind
wir verschieden“ Berlin Alexanderplatz, Rainer Werner Fassbinder “So
Many Gens Dark” is an act of confrontation. Without any kind
of heroism, this confrontation is expressed through a neck-stretch
as the face extends towards the sky. As the gaze looks up it signifies
an intermediary space, the space between earth and sky. Inside
this dimension humans are confronting themselves with what they
name as earth and sky, only because the actual confrontation is
with what is dissimulative.
Ort: Uferstudios, Uferstr. 8/23, 13357 Berlin-Gesundbrunnen,
U8 Pankstrasse / U9 Nauener Plat
|