Regie / Bühne: Juliane Kann 3. Stj. Regie Es spielen: Iris Becher, Hauke Diekamp, Bertram Maxim Gärtner, Moritz Peschke, Moritz Schulze alle 3. Stj. Schauspiel Maria Thomas 4. Stj. Schauspiel Kostüme: Josephin Thomas. Musik: Daniel Freitag. Video: Sebastian Leifeld. Assistenz: Julia Neudòld und Florian Hein.
Sechs Jahre dauert das für manche schon. Tag für Tag sind sie ein Teil im Reich der Tiere. Die Kostüme hinterlassen Spuren, doch die Schauspieler verschwinden in den Rollen. Federlos und fellfrei sind sie unsichtbar und austauschbar. Identifikationen geben ihnen Antilopen, Ginsterkatzen, Marabus. Prachtvoll kostümiert erzählen sie von der List des Löwen und der Gutmütigkeit des Zebras. Von Machtergreifung und Willkür, dem Scheitern des Siegers und des Verlierers. Warum wird jemand König? Roland Schimmelpfennig verknüpft die Fabel mit dem Jetzt und Hier. Erzählt davon, wie List erfolgreich starke Netze webt, wie Gutmut Stillstand bringt. Wie Löwen sich in Spiegeleier und Antilopen sich in Toasts verwandeln. Wie das Qualitative Opfer der Willkür und das Profane Sieger des Geschmacks sein kann. Und wie schnell ein jedes Netz auch wieder reißen kann. In einer faszinierenden Mischung aus Bühnenspektakel und Kammerspiel offenbart Das Reich der Tiere die Mechanismen der Macht und die Doppelbödigkeit des Sieges. Denn auch der Erfolg hat immer eine Kehrseite. (S. Fischer Verlag)