Mi 7., Do
8. und Mi 21. Oktober 20:00 Zum letzten Mal!
Verführbarkeit auf beiden Seiten von Pierre Carlet de Chamblain
Marivaux
Regie: Matthias Günther. Ausstattung: Helga Leue. Dramaturgie: Doris Tschierschky.
Es spielen: Lisa Guth, Marie Rosa Tietjen, Luise Wolfram, Franz Hartwig, André Kaczmarczyk,
Robert Prinzler, Christian Schaefer 3. Stj. Schauspiel




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Verführbar sind sie alle: die Liebenden aus dem Bauernstand, die den Verlockungen
von Macht und Glamour erliegen. Die Intrige der Mächtigen bekommt durch
die Verlockungen der Liebe einen überraschenden Aspekt – und was
bedeutet Liebe? Marivaux seziert unbarmherzig und mit bösem Spaß die
Selbstsucht seiner Figuren, die so viel von ihrer Liebe reden. Er verstrickt
sie in ein raffiniertes Spiel, dessen Ende in eine fragwürdige Hochzeit
mündet, und wenn wir der Geschichte glauben wollen, in eine große
Revolution. Marivaux’ Blick auf die höfische Gesellschaft des 18.
Jahrhunderts hat eine so verblüffende Entsprechung auf modernes menschliches
Verhalten, dass er zu einem oft gespielten Autor geworden ist. „Verführbarkeit
auf beiden Seiten“ ist ein typischer Marivaux, gnadenlos, komisch und
im Barockkostüm.
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