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Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin
  • Foto: Jana Papenbroock
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Die Vögel

nach Konrad Bayer

Diplominszenierung / Regie

Drei alternde, wohlhabende, schiffbrüchige afghanische Vloggerinnen aus

Kabul landen auf einem dubiosen, deutschen Boot, das sprechen kann. Der

Krieg hat ihnen die Vorherrschaft der Gewalt demonstriert und auch, wie

Gewalt Grenzen bricht. Sie haben vieles erlebt, Anschläge und Terror, und

antworten auf die Zerstörung mit souveränen, halbseidenen Videokanälen als

Subversion und Transformation der Todeserfahrung. Das Boot derweil gibt

dadaistische Befehle und versucht die aufmüpfigen Afghaninnen zu

integrieren. Der deutsche Kapitän ist am Rande eines Nervenzusammenbruchs.

Die Vlogs und Haltung der radikal modernen Greisinnen zeigen den Prozess,

in dem Narrenfreiheit und Gewalt sich verbinden. In ihren Videobotschaften

geht es um vieles. Sie geben Anweisungen. Sie erzählen. Sie befehlen. Sie

singen. Sie tricksen. Sie schimpfen. Sie machen hinterlistige Witze. Sie

schmollen. Sie tanzen. Sie verführen. Sie verzweifeln. Sie zeigen sich. Sie

geben an. Sie versuchen etwas über ihre Situation zu sagen. Etwas

Bedeutsames. Ist es ein Signal? Haben sie einen Vogel?


»Freiheit ist nichts, wenn es nicht die Freiheit ist, am Rande der Grenzen

zu leben, wo alles Verständnis zusammenbricht« George Bataille

Nach »Knigge in Kabul« ist »Die Vögel« die zweite Zusammenarbeit des Kollektivs AZDAR mit Max Martens 4. Stj. Regie und Jana Papenbroock.
Es spielt das afghanische Theaterkollektiv AZDAR, bestehend aus: Gulab Jan Bamik, Abdul Mahfoz Nejrabi, Sulaiman Sohrab Salem und Homan Wesa.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Kunstfest Weimar, dem Deutschen Nationaltheaters Weimar und der HfS »Ernst Busch«.

Es ist gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und das Goethe Institut. 

Mit freundlicher Unterstützung durch den Deutschen Bühnenverein, LV Berlin.

 

In persischer, englischer und deutscher Sprache.

Drei alternde, wohlhabende, schiffbrüchige afghanische Vloggerinnen aus

Kabul landen auf einem dubiosen, deutschen Boot, das sprechen kann. Haben sie einen Vogel?"

 

 

 

Dauer: Dauer: ca. 75 Minuten.

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